Die letzten 1000 Pixel werden gerade meistbietend versteigert. Auktionsende ist in fünf (!) Tagen, am 11. Januar 2005. Das wird ein verdammt sattes Honorar für ein bisschen Aufmersamkeit!
An dieser Stelle fällt mir wieder das Essay Die Aufmerksamkeitsökonomie und das Netz von Michael H. Goldhaber ein, das zu lesen sich wirklich lohnt, auch wenn es bereits 1998 bei Telepolis in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurde. Goldhaber beschreibt in diesem Text beispielhaft, daß Phänomene wie das 'world-wide-web' nicht mit den Begriffen herkömmlicher Ökonomien zu erklären sind. Er geht in seiner Theorie davon aus, daß der Besitz von Aufmerksamkeit den Besitz von Geld als Wert (und folglich als ökonomische Größe) übersteigen wird. Wenn Knappheit eine wesentliche Antriebskraft der Art organisierter Aktivität ist, die möglicherweise eine Ökonomie auszeichnen könnte, dann ist die Knappheit an Aufmerksamkeit dafür ein besonders gutes Beispiel. [...]
Jeder hat, egal wie gut ausgebildet, leistungsfähig, mit technischen Hilfen bestückt oder durch Stimulanzien beeinflußt wir auch immer sein mögen, nur eine begrenzte Aufmerksamkeitskapazität [...]
Natürlich stellt sich bei der Milliondollarhompage.com sofort die Frage nach "Huhn und Ei". Ist in diesem Fall aber eher unwichtig. Goldhabers Theorie vom ökonomischen Faktor Aufmersamkeit wäre hiermit eindrucksvoll bewiesen.